3 Kriterien für gutes Hundegewand

Ob und wann ein Hundemantel sinnvoll ist, bin ich bereits in diesem Artikel eingegangen. Heute will ich mich damit, was gute Hundebekleidung ausmacht.

Funktionalität vor Aussehen!

Gute Hundebekleidung bzw. -mantel sollten jedenfalls funktionell sein! Taschen oder zusätzliche Accessoires sind meist nicht zielführend, hier könnte sogar passieren, dass der Hund vielleicht sogar hängen bleibt und sich im schlimmsten Fall verletzt.


Auch Kapuzen sind für den Hund meist nicht sinnvoll. Bei vielen Modellen behindern sie den Hund, da sie ihm häufig über Kopf, Ohren und Augen rutschen. Auch die Körpersprache des Hundes kann durch Kapuzen noch zusätzlich eingeschränkt werden. Beinschlaufen werden teilweise von Hunden schlecht angenehmen.

Im Idealfall sollte eine Öffnung für Halsband sowie für Geschirr vorhanden sein.

Richtiges Material für jede Jahreszeit

Was erwartet wir von gutem Gewand bei uns selbst? Vieles was wir von unserem Gewand erwarten (winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv, waschbar), sollten wir auch von Hundegewand erwarten.

Darüber hinaus sollte auch das Hundegewand an die Jahreszeit und das Wetter angepasst werden. Wir werden im Frühling oder Herbst vermutlich noch keinen dicken Wintermantel benötigen, genauso ist es an einem schneereichen, kalten Wintertag nicht zielführend einen dünnen Regenmantel zu wählen, der den Hund nicht warmhalten kann.

Diverse Mäntel decken nur den Rücken ab und werden mit einem Gürtel über den Bauch verschlossen. Wenn der Mantel den Hund wärmen soll, sollte man darauf achten, dass auch der empfindliche Bauch bedeckt wird.

Man sollte also unbedingt darauf achten, dass das Material and den Zweck angepasst ist. Bei Hunden, die regelmäßig Hundebekleidung benötigt, wird man vermutlich auch mehrere Kleidungstücke für den Hund benötigen.

Zwangsjacke unerwünscht

Egal welches Material man verwendet, der Mantel sollte angenehm am Körper anlegen, ohne den Hund einzuengen oder gar zu scheuern.

Hals, Beine (sofern kein Mantel mit langen Beinen verwendet wird) und Rute sollten frei beweglich sein. Einerseits um die Beweglichkeit zu gewährleisten, anderseits um den Hund in seiner Körpersprache nicht einzuschränken.

Auch auf die Verschlüsse sollte man vor dem Kauf achten. Die Klick-Verschlüsse sollten nicht unangenehm in die Haut und Muskulatur drücken, abgerundete Verschlüsse sind vorzuziehen. Klettverschlüsse sollten nicht das Fell einzwicken.

Bei Rüden sollte man auch darauf achten, dass der Penis nicht verdeckt wird oder der Mantel gar reibt.

Das Hundegewand sollte also auf keinen Fall einengen, zwicken oder ein Störfaktor für den Hund sein.

Das passende Hundegewand finden

Mittlerweile gibt es eine riesige Auswahl an Hundegewand und man ist davon leicht überfordert. Man sollte den Mantel – wie auch bei sich selbst – unbedingt anprobieren, um eine ideale Passform zu gewährleisten.

Genauso wie Welpen sich meist an das Tragen von Halsband oder Geschirr gewöhnen müssen, sollte man einen Hund langsam an Hundebekleidung gewöhnen. Für manche Hunde kann es zu Beginn wie eine Einschränkung des Körpers und auch ihrer Körpersprache wirken.

Im Idealfall sollte der Hund zuerst langsam im gewohnten Umfeld daran gewöhnt werden, bevor man ihn bei längeren Spaziergängen verwendet.