Bald ist das Jahr 2020 vorbei und ich gehöre eindeutig zu den Menschen, die hoffen, dass das nächste Jahr endlich besser wird. Nicht nur die Pandemie hat uns alle vor Herausforderungen gestellt, es gab auch einige persönliche Schicksalsschläge. Mit den ganzen negativen Themen vergisst man schnell, dass es aber auch einige positive Erinnerungen an 2020 gibt.

Ich möchte dir einen kleinen Rückblick aus meinem Leben geben und würde mich freuen, wenn du mir auf Facebook oder Instagram in den Kommentaren von deinem Jahr berichtest.

Anfang des Jahres befand sich Corona zwar in den Medien aber gefühlsmäßig noch ganz weit weg. Trotzdem begann das Jahr für meine Familie nicht positiv. Anfang des Jahres kam mein Onkel ins Spital und ist nach mehreren Verlegungen Ende Jänner gestorben. Der Tod hat auch ein schlechtes Gefühl hinterlassen, nachdem wir seit November auf der Suche der gesundheitlichen Beschwerden meines Vaters waren und einfach nichts gefunden wurde.

Aber es gab Anfang des Jahres auch positive Dinge. Einige Jahre habe ich mir schon ein neues Auto gewunschen – ein Auto mit mehr Stauraum für die Hunde & für Messen und einer Standheizung. 2020 habe ich es mir endlich gekauft.

Außerdem konnte ich einige sehr interessante Fortbildungen besuchen. Sogar meine erste Fortbildung alleine in Deutschland mit der tollen Sabine Harrer. Auch die Physiotherapie Intensiv Ausbildung von Sabine Mai war ein großer Wunsch.

Im März stand dann wieder die Haustiermesse Wien am Plan, die zu 3 Fixpunkten im Jahr gehört – im Normalfall. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nicht erwartet, dass uns die Pandemie so im Griff haben wird und es vorerst die letzte Veranstaltung für mich ist.

Dann kam Corona auch bei mir an. Dadurch hatte ich in meinem Angestellten Job teilweise andere Aufgaben und auch teilweise Home Office. Choice hat es zu Ostern dann aber geschafft, dass sie sich einen Mittelfußknochen gebrochen hat. Das hat regelmäßige Tierarztbesuche und regelmäßiges Verbandwechseln bedeutet. Teilweise sogar bis zu 3x täglich, wobei Choice sich hier vorbildlich benommen hat. Hier hatte der Lockdown für mich auch positive Seiten.

In der Zwischenzeit hat der Lockdown aber auch Ärger bereitet… Bei den Untersuchungen von meinem Vater kamen einfach keine Ergebnisse. Für eine Untersuchung hätte er sogar über ein halbes Jahr warten müssen, weil sich die Ärzte ebenfalls in Kurzarbeit befanden. Nachdem es gesundheitlich einfach nicht mehr möglich war, konnte er endlich nach 6 Monate die weitere geplante Untersuchung durchführen – 2 Monate vor dem eigentlichen Termin. Was kam bei der Untersuchung raus? …. Gar nichts!

In der Zwischenzeit lief die erste Basisausbildung Hundemassage mit kleinen Veränderungen weiter. Ich bin extrem froh, dass diese Ausbildung stattfinden konnte. Sogar alle Prüflinge konnten die Prüfung positiv absolvieren. Ich konnte mir keinen besseren ersten Lehrgang wünschen.

Nach einer Odyssee an Vertröstungen und Falschdiagnosen kam dann die Diagnose für meinen Vater … Krebs unheilbar. Nachdem es laut dem CT kurz zuvor „nur“ eine Pankreatitis sein sollte. Hier wurde mir schmerzlich bewusst, dass wir auch in Österreich eine Mehrklassenmedizin haben. Damit wirklich alles schief läuft, hat sich meine Mutter in dieser Zeit auch noch den Mittelfußknochen gebrochen und hatte einen Gipsfuß.

Ende des Jahres ging dann auch noch der allererste Online Kurs los und das kann ich dir jetzt schon sagen, es ist definitiv nicht der Letzte.

Es war eine sehr schmerzliche und kurze Zeit, die mir mit ihm geblieben ist. Hier hatte ich eigentlich Glück, dass ich durch die Pandemie und eine plötzliche und unerwartete Kündigung viel Zeit mit ihm verbringen konnte und er unter anderem dadurch seine letzten Monate zuhause verbringen konnte – was sein eigener größter Wunsch war.

Ich hätte auch nie erwartet so viel Verständnis und Hilfe in dieser Zeit zu erhalten. Nicht nur von meinen/unseren Freunden sondern auch von allen Kunden. Ohne diesen Zusammenhalt wäre es sicher nicht möglich gewesen und ich kann gar nicht ausdrücken, wie dankbar ich hierfür bin.

Ich habe in diesem Jahr auch persönlich viel dazulernen können, vielleicht hilft dir auch etwas davon:

  • Es ist in Ordnung Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn man sie braucht. Das ist etwas mit dem ich mir generell sehr schwer tue. Aber es ist keine Schwäche Hilfe zu benötigen.
  • Höre auf deinen Körper! Mein Körper war durch die vielen verschiedenen Arbeiten und den Stress (auch in der Arbeit) am Limit und ich habe es immer wieder ignoriert. Das mag vielleicht kurzfristig funktionieren, irgendwann kommt aber die Strafe.
  • Man darf auch Nein sagen. Ich bin Perfektionistin und ich versuche immer alle Aufgaben zu erledigen, egal wie viel Arbeit ich bereits habe. Ich habe es lange versucht immer allen recht zu machen und zu versuchen alles zu erledigen, auch wenn es mich selbst eigentlich nicht betreffen sollte. Auch das ist langfristig nicht gesund und es ist sinnvoll Nein zu sagen, wenn es einfach nicht mehr geht.
  • Auch Freizeit ist wichtig! Ich habe jahrelang selbstständig gearbeitet und in einem Angestelltenverhältnis – oft von Montag bis Sonntag. Auch wenn man seine Arbeit gern macht, sollten Pausen nicht nie zu kurz kommen.

Wie es mit Corona weitergeht, können wir jetzt noch nicht vorhersehen. Aber ich habe einige Projekte geplant und hoffe, dass ich zumindest einen Teil nächstes Jahr verwirklichen kann.
Ich möchte nächstes Jahr auch definitiv mehr Zeit mit meinen Hunden verbringen, nachdem sie dieses Jahr definitiv zu kurz gekommen sind.

Zwei große nächste Schritte für mich sind aber jedenfalls die Überarbeitung meiner Webseite & Einbindung eines richtigen Onlineshops und derzeit die Suche nach einem neuen Teilzeitjob.

Es ist sehr viel Negatives dieses Jahr passiert, aber doch auch einige positive Dinge, die ich nicht außer Acht lassen darf. Ich danke dir, dass du auch Teil meines Jahres warst und hoffe, dass wir uns 2021 wieder persönlich sehen können.

Es kann doch eigentlich nur noch besser werden…

Ich wünsche dir und deiner zwei- & vierbeinigen Familie schon ein frohes neues Jahr und einen guten Rutsch!