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Eignet sich wirklich jede Fitnessübung für jeden Hund?

In den letzten Jahren erleben das Bewegungstraining und Fitnesstraining für unsere Vierbeiner einen regelrechten Hype.

Natürlich ist das etwas, das mich generell sehr freut. Durch Bewegungstraining lasten wir unsere Hunde nicht nur körperlich und geistig aus. Der Hund lernt auch seinen Körper gezielt einzusetzen, das Körperbewusstsein, die Koordination, die Beweglichkeit, die Konzentration, das Selbstvertrauen und vieles mehr werden gezielt gefördert.

Aber dieser Hype hat auch eine negative Seite. Egal wo wir hinsehen, die Übungen müssen immer spektakulärer und besser aussehen. Durch das Internet finden wir auch immer mehr Videos mit den spektakulärsten und ausgefallensten Tricks, die natürlich zuhause nachgemacht werden.
Es entsteht ein regelrechter Leistungsdruck, bei welchem der Hund Übungen zeigen soll, die teilweise sogar negative Effekte haben.

Deswegen beschäftigen wir uns heute mit den positiven Effekten des Fitnesstrainings und wie Übungen aufgebaut werden sollten.

„Die meisten Hunde lieben das Fitnesstraining. Wir haben bei unseren Hunden viel seltener „Sportmuffel“ als bei uns Menschen.“ – Yvonne Mannsberger

Hier noch eine kleine Zusammenfassung, auf was du achten solltest:

  • Ich beginne zuerst die Übungen auf dem Boden aufzubauen.
  • Der Hund sollte keine Übung ausführen, in der er nicht innerhalb weniger Sekunden seine Balance findet.
  • Die Übung sollte so kleinschrittig wie möglich aufgebaut werden, damit der Hund zum Erfolg kommen kann.
  • Wenn der Hund die Übung am Boden korrekt ausführen kann, kann ich langsam beginnen Equipment hinzuzufügen.
  • Die Übung sollte immer auf den Fitness- & Trainingszustand des Hundes angepasst sein. Wenn eine Übung zu schwer ist, sollte man einen Schritt zurückgehen.

„This is what you want – you want your dog to KNOW how to find balance the moment that they feel unbalanced. (Das ist es was du willst – du willst, dass dein Hund weiß, wie er die Balance in dem Moment findet, in dem er sie verloren hat.)“ – Bobbie Lyons

Mein Fazit

Im Moment boomen wieder die Online Kurse und viele Übungen aus dem Bewegungstraining finden sich auch im Tricktraining wieder. Hier fehlt sehr häufig leider das Hintergrundwissen, wie diese Übungen körperlich korrekt ausgeführt werden sollten. Auch das Alter der Hunde wird hier leider häufig außer Acht gelassen.

Nicht jede Übung eignet sich für jeden Hund! Insbesondere im Wachstum ist es mir auch sehr wichtig keine zu fortgeschrittenen Übungen von dem Welpen/Jundhund zu verlangen. Trotzdem sehe ich immer wieder Kurse, bei denen beispielsweise die Übung „Männchen“ bereits Welpen beigebracht wird.

Natürlich können manche Übungen bzw. Tricks auch beigebracht werden, weil sie uns Menschen gefallen und wir uns wünschen, dass unser Hund diese Übung auch beherrscht. Das sollte aber niemals eine negative Auswirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden unseres Hundes haben!

Im Bewegungstraining sollte es nicht darum gehen dem Hund immer kreativere und schwierigere Übungen beizubringen, sondern gezielt seine Fitness zu fördern und auf seinen individuellen Trainingsstand Rücksicht zu nehmen!

Dieses Monat beschäftigen wir uns auf meinen Social Media Kanälen außerdem mit allem rund um das Hundeturnen. Deswegen würde ich mich freuen, wenn du auch auf Facebook oder Instagram vorbeischauen würdest.

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