Ich habe zuhause eine Menge Bücher. Viele davon gefallen mir sehr gut und ich habe sie bereits öfters gelesen und manche würde ich mir vermutlich nicht wieder kaufen. Nachdem es mittlerweile unzählige Bücher über den besten Freund des Menschen gibt, möchte ich dir in meinem Blog meine persönlichen Buchtipps vorstellen.

In den letzten Monaten haben viele Menschen Hunde übernommen und hatten durch Home-Office und Kurzarbeit viel Zeit für ihr neues Familienmitglied. Jetzt müssen aber einige Menschen bereits zurück ins Büro oder wollen im Sommer auch Ausflüge ohne die Vierbeiner unternehmen. Das Training für das Alleinebleiben wurde aber manchmal vernachlässigt, da man sowieso die ganze Zeit zuhause war. Deswegen möchte ich dieses Monat das Buch „Trennungsangst – Wenn der Hund nicht alleine bleiben kann“ von Clarissa v. Reinhardt* vorstellen.

„…soll dieses Buch einen umfangreichen Einblick in die Thematik der Trennungsangst geben und vor allem Verständnis für die betroffenen Hunde (und ihre Menschen!) wecken, denn für beide ist dieser Zustand nicht einfach zu ertragen.“
– Trennungsangst

Dieses Buch beschäftigt sich in folgenden Kapiteln ganz ausführlich mit der Trennungsangst:

  • Definition: Was ist Trennungsangst und welche Ursachen hat sie?
  • Die Symptome der Trennungsangst
  • Die Analyse inklusive Fragebogen
  • Die Auswertung der Analyse und die Vorbereitung zur Therapie
  • Die Therapie gegen Trennungsangst
  • Was rund um das Training beachtet werden muss
  • Die häufigsten Fragen zum Training
  • Das sollten Sie nicht tun!

Clarissa v. Reinhardt beschäftigt sich zu Beginn des Buches ganz intensiv damit, was Trennungsangst eigentlich ist und sogar den Unterschied zwischen Trennungsangst und Trennungsstress.

Das ist besonders wichtig, da Trennungsangst nicht nur aus einem einzigen Grund entsteht. Ursache kann beispielsweise eine zu frühe Trennung von der Mutterhündin oder aber auch durch zu schnelle und abrupte Trennung von den neuen menschlichen Bezugspersonen sein.

„Welpen brauchen Sicherheit und Geborgenheit, um Vertrauen und Selbstbewusstsein aufbauen zu können.“
– Trennungsangst

Aber auch durch das Altern oder durch Krankheiten sowie Umzug oder einschneidende Erlebnisse kann Trennungsangst bei Hunden entstehen, die zuvor keine Probleme mit dem Alleinbleiben hatten.

Natürlich können auch starke Änderungen des Tagesablaufs, wie wir sie jetzt zu Corona hatten, eine Trennungsangst begünstigen. Zusätzlich werden noch viele weitere mögliche Entstehungsgründe in dem Buch besprochen.

Auch die Symptome, die von Clarissa v. Reinhardt hauptsächlich in die drei Gruppen Lautäußerungen, Zerstörungsverhalten und Ausscheidungsverhalten eingeteilt werden, werden besprochen. Sowie natürlich auch weitere erkennbare Anzeichen.

„Mehr als zwei Drittel, der Hunde mit Trennungsangst zeigen vermehrtes Winseln, Jaulen, Bellen und Heulen.“
– Trennungsangst

Trennungsangst hat, wenn sie häufig erlebt wird, auch nicht nur in diesem Moment Auswirkungen. Das Verhalten aber auch die Gesundheit des Hundes kann allgemein in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auch das kleinschrittige Training ist natürlich ein wichtiger Teil des Buches. Das beschriebene Training kann einem Hundehalter natürlich bereits helfen, bei wirklicher Trennungsangst ist es aber jedenfalls sinnvoll einen Hundetrainer hinzuzuziehen.

Auch das Kapitel „Was rund um das Training beachtet werden muss“ ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiges. Hier wird nochmal besprochen, wie wichtig das Training ist und, dass der Hund währenddessen nicht wieder in seine alten Ängste zurückfallen darf. Häufig wird auch geglaubt, dass der Hund keine Probleme mit dem Alleinbleiben haben darf, weil ein anderes Tier vor Ort ist. Auch diesen Irrglauben und noch viel mehr wird in dem Buch besprochen.

Das Kapitel „Die häufigsten Fragen zum Training“ versucht alle möglichen Fragen zur Trennungsangst schon vorab zu beantworten und auch das Kapitel „Das sollten sie nicht tun!“ ist sehr wichtig, da hier viele Tipps besprochen werden, die man immer noch gerne auf der Hundewiese oder im Internet bekommt und leider kontraproduktiv sind.

Mein Fazit

Das Training für das Alleinbleiben wird leider immer noch häufig unterschätzt. Man hört auch immer noch, dass Hunde „zu Fleiß“ Sachen zerstören oder ihr Geschäft indoor verrichten. Deswegen ist es immer wichtig über Trennungsangst zu reden und Hundehaltern bewusst machen, dass Trennungsangst sehr viel Geduld, Ruhe und Training benötigt.

Um Trennungsangst besser verstehen zu können und vorzubeugen, würde ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen. Das Training bei wirklicher Trennungsangst würde ich persönlich aber nur mit einem Trainer gemeinsam durchführen, damit es zu keinen weiteren Verschlechterungen kommen kann.


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