Ich habe zuhause eine Menge Bücher. Viele davon gefallen mir sehr gut und ich habe sie bereits öfters gelesen und manche würde ich mir vermutlich nicht wieder kaufen. Nachdem es mittlerweile unzählige Bücher über den besten Freund des Menschen gibt, möchte ich dir in meinem Blog meine persönlichen Buchtipps vorstellen.

Als erstes Buch möchte ich dir „Da muss er durch!“ von Thomas Riepe vorstellen. Es ist bereits 2009 im Animal Learn Verlag erschienen. Auf überschaubaren 71 Seiten geht Thomas Riepe auf unzählige Theorien und (fragwürdige) Trainingsansätze im Hundetraining ein.

Wer mich kennt, weiß, dass ich generell ein großer Fan von Thomas bin. Ich durfte den österreichischen Ableger seiner Ausbildung absolvieren und habe ihn auch in Vorträgen schon hören dürfen, außerdem schreibt er über verschiedene Themen in seinem eigenen Blog Klartext Hund.

Es gibt kaum ein Thema über das so viel diskutiert wird, wie über die richtige Hundeerziehung und den richtigen Umgang mit dem Hund. Thomas geht in diesem Buch kurz und knackig auf viele Theorien ein, die uns auch heute immer noch begegnen.

„Ernsthaft und wissenschaftlich fundiert, aber auch verschmitzt und augenzwinkernd untersucht er die einzelnen Philosophien und Meinungen zu Erziehung, Rangordnung, Rudelverhalten, Trennungsangst, Sozialverhalten und vielen weiteren Themen“ – Animal Learn Verlag

Mit dieser Seitenanzahl darf man natürlich keine wissenschaftliche Abhandlung zu jeder Theorie bzw. Philosophie erwarten, er schafft es aber auf jedes Thema einzugehen und möchte die Leser nicht von seiner Meinung überzeugen sondern sie dazu bringen sich ihre eigene Meinung zu bilden.

In diesem Buch wird auf Themen eingegangen, die die Wogen in Hundeforen regelmäßig hochgehen lassen, wie zum Beispiel Rangordnung und Dominanz oder auch ob unsere Hunde wirklich alles „unter sich regeln“ sollten. Auch Sätze, die jeder mit Hund vermutlich schon gehört hat, kommen zur Sprache wie der sogenannte angebliche „Welpenschutz“ – ich bin mir sicher du weißt bereits, dass es diesen bei fremden Hunden nicht gibt – oder auch „Der will doch nur spielen!“.

Zuviel möchte ich natürlich nicht über den Inhalt verraten. 😉

Ein kleiner Ausschnitt

Du bist dir noch unsicher, ob dieses Buch etwas für dich ist? Dann würde ich gerne noch auf ein Kapitel eingehen. In dem Kapitel „Hunde sollten immer die Gelegenheit zum Kontakt mit Artgenossen haben“ wird auf den Irrglauben eingegangen, dass Hunde ständig Kontakt zu Artgenossen benötigen.

Wir wissen bereits, dass Hunde hochsoziale Lebewesen sind und, dass sie gerne in Kontakt mit „ihrer Gruppe“ stehen. Eigentlich sollte das doch aussagen, dass unsere Hunde doch ständig Kontakt zu anderen Hunden haben wollen?!

Für unsere Hunde ist ihre „Familie“ – also die Menschen und Tiere im eigenen Umfeld – wichtig. Hier weiß jeder ganz genau, woran er ist.

Bei einem Aufeinandertreffen mit einem fremden Hund muss unser Hund erst sein Gegenüber einschätzen und sehen, was der andere Hund von ihm erwartet. Wenn das jetzt einmal passiert, ist das sicher kein Problem, aber wenn mein Hund täglich mehrere neue Hunde kennenlernen muss, kann das sehr schnell anstrengend werden.

Was bedeutet das jetzt für uns?

Natürlich sind auch Kontakte mit fremden Hunden wichtig, hier wird die soziale Kompetenz gefördert. Man sollte aber keine Checkliste haben, bei der der eigene Hunde beispielsweise jeden Tag 10 neue Hunde kennenlernen muss.

Außerdem ist jeder Hund ein Individuum! Manche Hunde lieben den Kontakt zu anderen Hunden – vergleichbar mit einem extrovertierten Menschen. Manche Hunde haben aber ihren kleinen, überschaubaren Kreis an „Freunden“ und für diesen Typ Hund können zu viele fremde Hunde einfach Stress bedeuten.

Mein Fazit

Ich kann dieses Buch aber jedem Hundehalter und auch denjenigen, die es noch werden wollen, empfehlen! Thomas schafft es auch mit einem Augenzwickern auch auf schwierige Themen einzugehen. Ich finde, dass sich seine Bücher für Neuhundehalter genauso eigenen, wie für Menschen, die bereits jahrelang Hunde halten – du weißt ja, dass man nie auslernt. Thomas schafft es auch trockene Themen lebhaft zu vermitteln und man kann sich die Geschichten aus seinem Traineralltag beim Lesen direkt vorstellen.

„Deshalb mein Rat an jeden Hundehalter: Informationen sammeln, kritisch hinterfragen und recherchieren, sich herausziehen, was für die eigene Mensch- Hund-Beziehung passt – und vor allem den Hund von Zeit zu Zeit fragen, was er dazu meint.“ – Thomas Riepe

Dieses Buch erhältst du auch bei mir im Shop!