Massage beim Hund – mehr als nur Luxus

Man kennt es von sich selbst: Verspannungen insbesondere im Nacken oder Rücken beeinträchtigen das eigene Wohlbefinden und erschweren uns den täglichen Alltag.
Doch nicht nur wir Menschen haben mit unserer verspannten Muskulatur und Problemen im Bewegungsapparat zu kämpfen, unsere Hunde leiden genauso unter Verspannungen wie wir.
Wir können unseren Tieren durch die Arbeit mit Spezialisten (Tiermasseuren, Physiotherapeuten etc.) helfen, aber auch zuhause können einfache Massagegriffe für eine Steigerung des Wohlbefindens, Wellnesszwecke, Entspannung und vieles mehr eingesetzt werden.

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Die Massage zählt zu den ältesten Heilmitteln der Mensch- und Tiergeschichte. Bereits in der Antike wurde sie schon trainings- und wettkampfbegleitend eingesetzt.
Der Name stammt von dem arabischen Wort „mass“, welches für berühren, betasten steht. Sie ist eine manuell oder mittels Behelfsmitteln ausgeübte Druck- und Zugbewegung auf Haut, Unterhaut und Muskulatur.

Wann wird eine Massage beim Hund angewandt und welche Vorteile hat sie?

Die Massage wird unter anderem bei Verspannungen, Problemen des Bewegungsapparates und zu Wellnesszwecken eingesetzt.

Durch die Massage kann verspannte und verhärtete Muskulatur sowie verklebtes Bindegewebe gelöst werden und Schmerzen können gelindert werden. Außerdem regt sie die Durchblutung an, man kann den Tonus gezielt verändern, Schlackenstoffe und Flüssigkeiten werden ausgeschwemmt und der Lymphfluss wird beschleunigt. Sie hat also auch eine Wirkung auf den Stoffwechsel und den Kreislauf des Hundes.

Durch Massage und gezielte Bewegungsübungen wird das Bewusstsein für den eigenen Körper gestärkt werden und die Leistungsfähigkeit von Sporthunden wird gesteigert. Der Hund wird motivierter mitarbeiten, wenn eine natürliche, schmerzfreie Bewegung mit lockerer Muskulatur möglich ist. Weiters wird die Beweglichkeit und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert.

Im „Eigenbedarf“ kann sie die Bindung stärken und bei Verhaltensproblemen unterstützend tätig sein, so kann die Massage beispielsweise bei nervösen Hunden bei der Entspannung und beim Stressabbau helfen.

Man kann eine Ganzkörpermassage oder auch nur Teilmassagen durchführen.

Wann darf die Massage nicht angewandt werden?

Massagen sollten nicht bei Entzündungen, frischen Verletzungen, Tumoren, Hautveränderungen, Herzkrankheiten und Fieber durchgeführt werden.
Wenn man nicht weiß, ob die Massage für den eigenen Hund geeignet ist, sollte man mit dem Tierarzt Rücksprache halten.

Wie erkenne ich Verspannungen?

Ich gehe auf dieses Thema in diesem Artikel genauer ein. Man braucht manchmal ein bisschen Übung, aber im Normalfall entwickelt man sehr schnell ein Gespür, wann der Hund verspannt ist bzw. ob er „unrund“ geht.

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Was sollte ich bei der Massage beachten?

Ruhe ist ein wichtiger Faktor für die Massage. Man sollte sich für die Massage vollkommen auf den Hund konzentrieren können und genügend Zeit einplanen. Der Zeitpunkt muss auch für den Hund passen, wenn dieser gerade voller Energie ist und keine Sekunde ruhig liegen bleiben kann, sollte man die Massage zuhause lieber verschieben.

Als erstes sollte man sich bei der Massage einen Überblick verschaffen, wo mögliche Verspannungen oder Probleme liegen. Warme Stelle, Verhärtungen oder Muskelzuckungen können beispielsweise auf Verspannungen hinweisen. Außerdem sollte man darauf achten, ob die Muskulatur unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

Die Griffe sollten immer mit so viel Druck wie nötig, aber so wenig wie möglich durchgeführt werden. Auch direkt auf dem Knochen sollte man nicht massieren.

Wir Menschen wissen, dass die Massage etwas Angenehmes ist. Viele Hunde müssen sich erst an die Massagegriffe gewöhnen und brauchen etwas länger, bis sie die Massage annehmen können. Wichtig ist hierbei, dass man den Hund zu nichts zwingt und er auch die Möglichkeit hat wegzugehen. Man sollte auch genau auf die Körpersprache des Hundes achten.

Nach der Massage sollte der Hund die Möglichkeit haben etwas zu trinken und sich zu lösen. Obwohl die „Hauptarbeit“ der Mensch leistet, ist die Massage – überhaupt anfangs – für den Hund körperlich und geistig anstrengend. Deswegen sollte er auch die Möglichkeit haben, danach zu schlafen bzw. zu ruhen.

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Wie lerne ich Massage beim eigenen Hund bzw. wo kann mein Hund massiert werden?

Ich biete selbst die Massage beim Hund an. Wenn jemand die Massage einmal kennenlernen will, empfehle ich die Wellnessmassage.

Wenn der eigene Hund von einem Tiermasseur oder beispielsweise Physiotherapeutin betreut wird, kann man sich von diesem einfache Massagegriffe für zuhause zeigen lassen.
Ich biete auch Workshops zum Thema „Massage am eigenen Hund“ an.

Bei Fragen kann man sich selbstverständlich an mich wenden!