Der Sommer bringt für unsere Hunde eine besondere Herausforderung mit sich: Hohe Temperaturen machen Bewegung deutlich anstrengender. Auch wenn die große Hitzewelle vielleicht vorbei ist, sind Temperaturen von über 30 Grad für viele Hunde noch immer eine Belastung.
Doch bedeutet das automatisch, dass Bewegung im Sommer komplett ausfallen sollte?
Nicht unbedingt. In der aktuellen Folge meines Podcasts „Alles Hund“ geht es darum, wie du deinen Hund auch bei hohen Temperaturen sinnvoll in Bewegung halten kannst, ohne ihn dabei unnötig zu belasten.
Warum Bewegung auch im Sommer wichtig bleibt
Bewegung hilft dabei, Muskulatur zu erhalten, die Beweglichkeit zu unterstützen und Koordination sowie Körperwahrnehmung zu fördern.
Bei hohen Temperaturen sollte es allerdings nicht darum gehen, das normale Bewegungsprogramm um jeden Preis durchzuziehen. Stattdessen können wir Bewegung an die Temperaturen und die individuellen Bedürfnisse unseres Hundes anpassen.
Dabei gilt: Qualität vor Quantität.
Oft reichen schon fünf bis zehn Minuten mit bewusst ausgewählten Übungen aus, um den Körper sinnvoll zu fordern.
Welche Übungen eignen sich bei Hitze?
Gerade wenn dein Hund bei hohen Temperaturen nicht lange spazieren gehen möchte, kannst du Bewegung auch nach Hause verlegen.
Zum Beispiel eignen sich:
- statische Übungen, bei denen dein Hund eine Position bewusst für einige Sekunden hält,
- Übungen auf einer stabilen, niedrigen Erhöhung,
- isometrische Übungen, bei denen dein Hund durch leichten äußeren Druck seine Position und sein Gleichgewicht stabilisieren muss,
- kleine Koordinationsübungen wie Rückwärtsgehen oder Drehen,
- sowie kurze, gezielte Übungen während des Spaziergangs.
Auch das Wasser bietet spannende Möglichkeiten: Bekannte Übungen wie Rückwärtsgehen oder Drehen können im flachen Wasser durchgeführt werden. Der Wasserwiderstand macht die Übungen anspruchsvoller und gleichzeitig sorgt das Wasser für Abkühlung.
Wichtig: Den Hund beobachten
Bei sommerlichen Temperaturen ist es besonders wichtig, auf die Signale des eigenen Hundes zu achten.
Wird dein Hund langsamer, sucht er vermehrt den Schatten, macht häufiger Pausen oder verliert die Freude an der Bewegung, sollte die Belastung reduziert oder beendet werden.
Nicht jeder Hund hat an jedem Tag die gleiche Leistungsfähigkeit – und gerade bei Hitze darf Bewegung auch einmal deutlich weniger sein.
Mehr Informationen im Podcast
In der Podcastfolge erfährst du unter anderem:
- warum Bewegung auch im Sommer wichtig bleibt,
- warum im Sommer Qualität vor Quantität gilt,
- welche statischen und isometrischen Übungen sich für zuhause eignen,
- wie du kleine Fitnessübungen in den Spaziergang integrieren kannst,
- warum bekannte Übungen im Wasser einen zusätzlichen Trainingsreiz bieten,
- und woran du erkennst, wann es für deinen Hund genug ist.
Denn auch bei hohen Temperaturen gilt: Fit bleiben ja – aber angepasst an den Hund und die Situation.