Equipment: Y-, Chow Chow- und Step In-Geschirr

Nachdem die Wahl des richtigen Equipments ein wichtiges Thema für mich ist, habe ich eine kleine Artikelserie begonnen in der ich auf die Vor- und Nachteile von verschiedenen Geschirren eingehe.
In dem ersten Teil der Serie habe ich bereits über Norweger- und Sattelgeschirre geschrieben.

Y-Geschirr (auch bekannt als 8-Geschirr)

(c) http://www.hund-unterwegs.de/
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Das Y-Geschirr ist für mich eine Mischung zwischen einem Norweger- und einem Führ-Geschirr. Es besteht aus einem Halsgurt, der schräg nach oben verläuft,  einem Rumpfsteg und einem Rumpfgurt, der einmal um den Brustkorb herumführt. Es ist entweder kein oder ein sehr kurzer Rückensteg vorhanden. Es gibt, abhängig vom Hersteller, eine oder zwei Schnallen.

Chow Chow-Geschirr

(c) www.pawtie.com
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Das Chow Chow-Geschirr ähnelt dem Aufbau des Y-Geschirrs. Es besteht ebenso aus einem Halsgurt, der schräg nach oben verläuft und geht danach in einen Rumpfgurt über, der einmal um den Brustkorb herumführt. Das Chow Chow-Geschirr besitzt nur eine Schnalle

Vorteile:

  • Das Y-Geschirr ist ein wenig „enger“ konstruiert als ein Norweger-Geschirr, wodurch ein Herausschlüpfen etwas schwieriger möglich ist.
  • Wenn zwei Verschlüsse vorhanden sind, ist es leicht anzuziehen ohne dass man eine Pfote des Hundes anheben muss.
  • Je nach Hersteller ist es möglich, dass ein gut sitzendes Geschirr die Schulterblätter nicht einschränkt.

Nachteile:

  • Bei einem nicht ideal sitzenden Y-Geschirr ist es leicht für den Hund wieder herauszuschlüpfen.
  • Durch den fehlenden Rumpfsteg ist ein Herausschlüpfen leichter möglich.
  • Wenn nur ein Verschluss vorhanden ist, muss man eine Pfote anheben, um das Geschirr anzuziehen, was bei unsicheren oder hektischen Hunden problematisch sein kann.
  • Sie haben wenige Verstellmöglichkeiten, wodurch sie nicht für alle Hunde geeignet sind.
  • Der Rumpfgurt sitzt – durch den fehlenden Rückensteg – oft zu zweit vorne und schneidet in den Achseln ein.
  • Bei manchen Modellen schränkt der Brustgurt den Hund in der Bewegung ein.

 

Step In-Geschirr

(c) erpaki.de
(c) erpaki.de

Das Step In-Geschirr wurde gerne an „Ausbruchskünstler“ verkauft, mittlerweile wurde es aber von den Sicherheitsgeschirren abgelöst.  Wie der Name schon sagt, sollen die Hunde in dieses Geschirr „einsteigen“. Es besteht im Grund aus zwei Schlaufen, die ähnlich einer Hose, über die Vordergliedmaßen des Hundes nach oben gezogen werden und über den Schultern verschlossen werden.

Vorteile:

  • Ein Herausschlüpfen ist schwerer möglich.
  • Es muss sich nicht über den Kopf gezogen werden.
  • Es drückt nicht auf den empfindlichen Kehlkopf.

Nachteile:

  • Es ist schwieriger anzuziehen und gerade Hunde, die sich nicht gerne anfassen lassen, tun sich mit dieser Art von Geschirr schwerer.
  • Es schneidet meist in den Achseln ein.
  • Besonders bei kleineren Größen haben viele Step In-Geschirre einen Klettverschluss und einen Klickverschluss. Ängstliche Hunde können mit dem Klettverschluss Probleme haben.
  • Durch die enge Passform, welche um die Vordergliedmaße herum führt, können Hunde in der Bewegung eingeschränkt sein.
  • Bei sensiblen Hunden kann es – gerade in der Achsel und Rumpfregion – zu wunden Stellen führen.

Gerade im Sommer sind Y- und Step In-Geschirre als „leichte“ Geschirrvarianten sehr beliebt. Ich persönlich bin nicht wirklich begeistert von dieser Art der Geschirre, da sie sehr oft zu Verspannungen beziehungsweise Problemen in der Schulterregion führen können.